• Orthopädisch-Unfallchirurgische

    70372 Stuttgart

  • Dirk Trappmann

    70188 Stuttgart

  • Michael Boutsakis

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  • Dr. med. Angelos Tachtatzis

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Rotatorenmanschette – Degenerative Veränderungen und Verletzungen

Verletzung: Die sog. Rotatorenmanschette besteht aus 4 Sehnen die den Oberarmkopf umschliessen und führen. Risse in diesen Sehnen kommen mit zunehmendem Alter aufgrund von Verschleißbedingten Veränderungen gehäuft vor. Unter 50 Jahren sind Risse in diesen Sehnen eher selten, in der Altersgruppe über 70 Jahre sind bereits 30% betroffen. Alltägliche Bewegungen oder kleinere Unfälle sind häufig ausreichend um eine vorgeschädigte Sehne zum Reißen zu bringen.

 

Symptomatik: Ein einschießender Schmerz, häufig kombiniert mit Bewegungseinschränkung oder -unfähigkeit besteht kurz nach dem Reißen der Sehne. Nach dieser akuten Phase wird der Patient im alltäglichen Leben durch belastungsabhängige Schmerzen bei Überkopf- und abspreizenden Bewegungen geplagt. Verminderung bis zum Kraftverlust und besonders der Nachtschmerz beim Liegen auf der Schulter sind häufige Symptome.

 

Die körperliche Untersuchung kann bereits zur Diagnose führen, die Ultraschalluntersuchung bestätigt häufig den Sehnenriß. Die Kernspintomographie gibt weitere, für die Therapieentscheidung, wichtige Hinweise zur Qualität des Sehnen- und Muskelgewebes.

 

Therapie: Die Therapie ist individuell und richtet sich nach dem Alter, dem Funktionsanspruch des Patienten, der Größe des Risses und der Qualität des Gewebes.

 Jüngere Patienten mit hohem funktionellen Anspruch und ausreichender Gewebequalität werden meistens operativ behandelt. Zur Verfügung stehen die arthroskopische oder offene Sehnennaht.

Ältere Patienten mit fortgeschrittener Degeneration und geringem funktionellen Anspruch werden zunächst konservativ behandelt. Akut werden zur Schmerzreduktion entzündungshemmende und schmerzlinderndende Medikamente verschrieben, Eisanwendungen und krankengymnastische Übungsbehandlungen können zusätzlich lindernd eingesetzt werden.

Sollte dies nicht Erfolgreich sein, ist eine Operation optional zu bedenken. Als Möglichkeiten stehen hier die Sehnennaht und das Debridement zur Verfügung.

Der stationäre Aufenthalt nach Sehnenrekonstruktion beträgt noramlerweise 3 Tage.

Ziel der Operation ist die spannungsfreie Naht der Sehne in anatomischer Stellung.

Wichtig in der Nachbehandlung ist, daß durch das langsame Einwachsen der Sehne die Stabilität der Sehnennaht mit der Zeit langsam zunimmt.

So ist nach 6 Wochen lediglich 30% der Stabilität einer gesunden Sehne durch die Sehnennaht gewährleistet und erreicht erst nach 5-6 Monaten die volle Stabilität.

Ergebnisse: Bei Durchführung der beschriebenen operativen Behandlung und Nachbehandlung können etwa 80% der Sehnenrisse zur Ausheilung gebracht werden. Die Schmerzen werden in 90% der Fälle gebessert oder verschwinden.

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